Unseren Kindern stehen im Haus 3 Gruppenräume, 3 Nebenräume, das Atrium, die Turnhalle und das Außengelände (alter Baumbestand, Sandkasten mit Wasserlauf und Pumpe, Schaukeln, Rutsche, Baumhaus, Fußballplatz, bewirtschafteter Garten, Spielstrasse für Fahrzeuge von Laufrad bis Fahrrad, Seilklettergerüst, Gemeindewiese und Dschungel) zum Spielen und Lernen offen.
Die Gruppenräume sind auch gleichzeitig Themenräume (siehe folgende Skizze).
Dort finden die Kinder die Möglichkeit sich frei nach ihren Bedürfnissen zu beschäftigen oder an einem Angebot teilzunehmen.

Diagramm der Gruppenräume

Die Eingewöhnungszeit des neuen Kindes erfolgt durch die jeweilige Bezugserzieherin. Damit ein sanfter Ablösungsprozess vom Elternhaus stattfinden kann, begleitet zunächst ein Elternteil das Kind.
Ab wann und wie lange sich das Kind in den nächsten Wochen ohne die Eltern im Kinderhaus aufhält, hängt zum einen von der Persönlichkeit des Kindes ab und zum anderen, in welchem Zeitraum sich eine tragfähige und auf Vertrauen basierende Beziehung zwischen Kind und Erzieher aufgebaut hat. Daher legen wir zunächst keinen Zeitpunkt fest, zu dem die Eingewöhnung abgeschlossen sein muss, um somit individuell auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen.
Der Eingewöhnungsprozess ist abgeschlossen, wenn das Kind und der Pädagoge ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben.

Zur Förderung der gesamten Persönlichkeit des Kindes ist es uns wichtig nach dem situationsorientierten Ansatz zu arbeiten. Das heißt: Wir entwickeln unsere pädagogischen Angebote hauptsächlich aus den Schlüsselsituationen und Alltagserfahrungen heraus, die für das Kind bedeutsam sind. Dies sind zum Beispiel die Familie, das soziale Umfeld, Natur, Technik, Religion, Musik, Kunst, Bewegung und vieles mehr.

Das Arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz sieht im Alltag folgendermaßen aus:

  • Die Kinder gestalten ihre Situation im Kinderhaus aktiv mit und sie haben Rechte, d.h. sie planen gemeinsam mit uns und nicht wir für sie.
  • Wir arbeiten altersübergreifend, sozial-integrativ und interkulturell.
  • Die Kinder lernen in realen Lebenssituationen, in einem anregungsreichen Umfeld innerhalb und außerhalb des Kinderhauses. Das bedeutet neue Lernorte werden in der Einrichtung erschlossen; es werden nicht nur die üblichen Gruppenräume sondern zum Beispiel auch Flure, Waschräume, Büro, usw. mit einbezogen. Die Kinder lernen mit "echten" Materialien und Gefahren umzugehen. Regeln werden mit den Kindern gemeinsam vereinbart, damit sie wissen, warum und wieso sie entstanden sind.
  • Die Erzieher sind Lehrende und Lernende zugleich. Auch wir müssen uns zu manchen Fragen erst Informationen holen oder mit den Kindern nach Antworten forschen.
  • Zur Identitätsentwicklung findet in unserem Haus eine geschlechtsspezifische Erziehung für Kindergarten- und Hortkinder statt. Die Erzieher erfahren durch Beobachtungen, was die Kinder gerade bewegt, für welche Themen sie sich zurzeit interessieren.
  • Alle Kinder lernen im situationsorientierten Ansatz voneinander, besonders in der großen Altersmischung.
  • Auch Eltern und andere Erwachsene (Verwandte) sind eingeladen, sich aktiv am Kinderhausleben zu beteiligen.
  • Die pädagogische Arbeit beruht auf einer offenen Planung und wird von uns dokumentiert. Das bedeutet: Gemeinsam mit Kindern und teilweise Eltern zu planen, vor allem über einen längeren Zeitraum, damit die Spontanität und das individuelle Entwicklungstempo der Kinder berücksichtigt werden. Dies ist in Projekten besonders gut zu verwirklichen.
  • Situatives Arbeiten erfordert eine sehr gute Beobachtung und Dokumentation der Tätigkeiten des Kindes. Hier geht es darum zu erkennen, was ein Kind schon kann, welche besonderen Stärken und Ressourcen es aufweist, welche Wege es genutzt hat, um zu einem Ziel zu gelangen und wo es an seine Grenzen stößt. Der Blick auf das Kind ist immer ganzheitlich. Durch die genaue Beobachtung ist es uns möglich, die Entwicklung des Kindes aktiv zu begleiten, zu unterstützen, zu fördern und ihm bestimmte Bildungsbereiche zu eröffnen.

    Neben der Aufgabe, die Kinder in ihrem Alltag zu begleiten, hat auch die Elternarbeit einen hohen Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit. Das konstruktive Zusammenwirken (Erziehungspartnerschaft) von Eltern, Erziehern und Schule ermöglicht die optimale Förderung und Entwicklung der uns anvertrauten Kinder.

    Um allen Anforderungen gerecht zu werden, besuchen die Teammitglieder regelmäßig Fortbildungen. Es finden auch Fortbildungen für das gesamte Team im Haus statt. Während unserer Konzepttage reflektieren und planen wir die aktuelle und zukünftige pädagogische Arbeit.

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